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Verpackung und Lagerung von Lebkuchen

 

Verpackung und Lagerung von Lebkuchen

In der Fabrik erfolgt die Verpackung der Lebkuchen maschinell. Je nach Sorte werden die Lebkuchen auf unterschiedliche Weise verpackt. Während es bei formstabilen Sorten genügt, die entsprechende Menge in Folienbeutel zu verpacken, müssen edlere Sorten wie Elisenlebkuchen eine stabile Umverpackung bekommen, damit sie beim Transport unversehrt bleiben. Oft wird hierfür eine halb-hohe Pappschachtel verwendet, rundherum wird dann noch eine Folie geschweißt, damit die Lebkuchen luftdicht verpackt sind.

Stilecht werden die so verpackten Lebkuchen noch in nostalgische Dosen des Herstellers gepackt und können sich dann auf den Weg in den Süßwarenhandel oder direkt zum Verbraucher machen. Sehr schön sind Sortimente verschiedener Lebkuchensorten, die zusammen in einer größeren Dose angeboten werden. Diese Sortimente sind nicht nur für den eigenen Verzehr gedacht, sondern eignen sich auch als besonderes Geschenk. Die Dosen, deren Motive bei Sammlern sehr beliebt sind, können jedes Jahr für eigene Back-Kreationen wieder verwendet werden und sind deshalb den etwas höheren Preis durchaus wert.

In der häuslichen Küche bedarf das Verpacken der Lebkuchen etwas mehr Aufwand, damit die Eigenkreationen zum Fest auch schmecken. Direkt nach dem Backen sind die meisten Lebkuchen erst einmal ungenießbar, weil viel zu hart. Außerdem muss das Aroma der edlen Gewürze sich erst richtig entfalten. Damit die Lebkuchen schön weich werden, dürfen sie keinesfalls sofort luftdicht verpackt werden. Am besten werden sie für einige Tage in einer Dose mit nicht ganz geschlossenem Deckel gelagert, bis sie die gewünschte Weichheit aufweisen. Erst dann können die Dosen verschlossen werden.
Wenn die Lebkuchen in Blechdosen gelagert werden, empfiehlt es sich, immer eine aufgeschnittene Orangenscheibe oder ein Stück Apfel mit in die Dose zu geben. Die Feuchtigkeit des Obstes sorgt dafür, dass die Lebkuchen schön weich bleiben. Das Obst muss regelmäßig ausgewechselt werden, um Schimmelbildung vorzubeugen. Etwas einfacher gestaltet sich die Lagerung in Steinguttöpfen. Hier kann auf die Beigabe von Obst verzichtet werden, auch die offene Lagerung in den ersten Tagen ist nicht erforderlich. Die Lebkuchen werden in die Steinguttöpfe hinein geschichtet und bis zum Verzehr mit einer Folie abgedeckt.

Weil Lebkuchen erst nach einer gewissen Lagerzeit die gewünschte Konsistenz und das vollkommene Aroma erreicht haben, sollten sie nicht zu knapp vor Weihnachten gebacken werden, sondern zu den ersten Backwerken der Weihnachtsküche gehören. Mit dem Backen kann bereits sechs Wochen vor dem Fest begonnen werden.